amtsdruckschrift.at

Monika Bargmanns Weblog über Public Sector Information; Amts- und Behördenbibliotheken; elektronische Gesetzgebung, Verwaltung, Justiz; digitale Politik. Schwerpunkt Österreich & EU; meistens deutsch, manchmal englisch, selten in anderen Sprachen (früher: "eGovernment, eDemocracy, ePolitics").
Monika Bargmann's Weblog about public sector information, government libraries, government information, eGovernment, eDemocracy, ePolitics. Main focus on Austria & Europe.

Mittwoch, Mai 27, 2009

IT-Rechtstag im Juni

Der dritte Österreichische IT-Rechtstag, veranstaltet von Infolaw – Forschungsverein für Informationsrecht und Immaterialgüterrecht, findet am 4. und 5. Juni 2009 im Haus des Sports in Wien statt. Auf dem Tagungsprogramm stehen Vorträge wie "Medienbruch – eine faktische und rechtliche Herausforderung" (Julia Hornsteiner) und "Datenschutzrechtliche Aspekte von Bonitätsdatenbanken" (Gregor König und Martin Leiter).

Labels: ,

Mittwoch, Mai 20, 2009

Daten aus National Archives verschwunden

"Geheime Daten aus US-Nationalarchiv verschwunden. Festplatte mit Sozialversicherungsnummern und interne Vorschriften des Geheimdienstes aus Regierungszeit von Bill Clinton vermisst" im Standard vom 20. Mai 2009.

Labels: ,

DerStandard: Kinderdatenbank

Der Standard berichtet heute unter dem Titel "Stark umstrittene Kinder-Datenbank startet. ContactPoint erlaubt Zugriff auf Infos von elf Millionen Minderjährigen" über eine Datenbank für Jugendschutzorganisationen, die Daten aller Kinder und Jugendlichen Großbritanniens enthalten soll: "Das Online-System namens ContactPoint, das nach Angaben von BBC News Einträge zu insgesamt elf Mio. britischen Kindern und Jugendlichen umfasst, soll es den verschiedenen Jugendschutzorganisationen des Landes ermöglichen, ihre Aktivitäten besser zu koordinieren".
Die BBC berichtete schon im vergangenen Jahr von diesem Plan: siehe "Call to scrap children's database" vom 21. Februar 2008; und laut Wikipedia wurde die Einrichtung dieser Datenbank im Children Act 2004 festgelegt.

Labels:

Donnerstag, April 23, 2009

behoerdenweb.net

Auf behoerdenweb.net ist der Verbundkatalog der Amts- und Behördenbibliotheken Österreich zu finden. Die Bibliothekskataloge von Ministerien, Rechnungshof, Oberstem Gerichtshof, Parlament und Wirtschaftskammern können hier gemeinsam durchsucht werden.

Labels:

Dienstag, April 07, 2009

Überwachungs-Flashmob

Ich weiß nicht, von dem das ausgeht, das ist vielleicht auch der Schmäh, aber es ist eine witzige Idee, deshalb kündige ich es hier an: Am 17. April findet bei den Gemeindebauten am Schöpfwerk ein Überwachungs-Flashmob statt, und zwar von 16 bis 16.05 Uhr (Platz vor dem Hochhaus, zwischen Apotheke und Friseurin).
Was dort geschieht: "Lass für fünf Minuten den Überwacher oder die Überwacherin raus. Installiere Dich ab dem Pfeifsignal statisch als Überwachungskamera und dokumentiere das Geschehen im genannten (Zeit)Raum. Bleibe fünf Minuten lang an Ort und Stelle und überwache alles, was in Deinem Operationsradius liegt. Der Flashmob startet und endet mit einem Pfeifsignal. Danach verlassen die Teilnehmer/innen den Ort des Geschehens und gehen wieder alle ihrer Wege. Damit wäre dann - jedenfalls für den 17. April 2009 - die Überwachung im Gemeindebau wieder vorüber".

Labels:

CIA gewährt nur "halben" Zugang

Secrecy News meldet, dass die CIA ihre "CREST"-Datenbank mit freigegebenen Dokumenten nicht online zugänglich machen will und zitiert aus dem Artikel "Inside the CIA's (Sort of) Secret Document Stash" von Bruce Falconer, der am 3. April im Mother Jones magazine" erschienen ist: "In a quiet, fluorescently lit room in the National Archives' auxiliary campus in suburban College Park, Maryland, 10 miles outside of Washington, are four computer terminals, each providing instant access to the more than 10 million pages of documents the CIA has declassified since 1995. There's only one problem: these are the only publicly available computers in the world that do so. (...) Among the CIA's concerns, says a National Archives librarian who oversees CREST, is that an online database would undermine the agency's ability to protect the information from hackers and others who might wish to alter its contents". - Secrecy News kommentiert: "By refusing to place the CREST database online (or to release it to others who will do so), the CIA is undermining the 'effective utilization' of this existing agency database".

Auf der Website der National Archives liest man zu CREST folgendes: "CIA Records Search Tool (CREST) is the name of the CIA database of declassified intelligence documents. The database, searchable by title, data, and text content, includes Directorate of Operations reports on the role of intelligence in the post WW-II period; material on the creation, organization, and role of the CIA within the U.S. Government; a collection of foreign scientific articles, ground photographs and associated reference materials; and the CIA's first release of motion picture film. This database is available in the Archives II Library (Room 3000)".

  • CIA: "10 Million Pages of CIA Declassified Records Available", 5. Juni 2007
  • CIA: "CIA Releases Five Million Pages of Historical Records", 20. November 2003
  • Steven Aftergood: "CIA's CREST Leaves Cavity in Public Domain". In: Secrecy News, 6. April 2009
  • Archives Library Information Center: "Searchable Databases in the Library", o.J.
  • Steven Aftergood: "CIA Updates Digital Archive, Restricts Access. In: Secrecy News, 26. März 2009
  • Bruce Falconer: "Inside the CIA's (Sort of) Secret Document Stash". In: Mother Jones Magazine, 3. April 2009
  • Labels: ,

    Montag, März 30, 2009

    Zu faul zur Wahl?

    Beim 24. q/talk wird "Die Glaubwürdigkeitsfalle - zu faul zur Wahl" diskutiert, und zwar von Michael Gissing (Hochschülervertretung TU Graz), Samir Al-Mobayyed (AktionsGemeinschaft), Sigrid Maurer (Grün Alternative StudentInnen), Peter Purgathofer (Technische Universität Wien).
    Ort und Zeit: Dienstag, 31. März 2009, 20 Uhr, Museumsquartier (quartier21, Raum D).
    "Österreichische Parteien sind in der Glaubwürdigkeitsfalle. Eine geringe Wahlbeteiligung gilt als generelles Misstrauensvotum, als Kritik am System und nicht an einer einzelnen Partei. Die Regierenden leben aber von der Fiktion vom Wahlvolk beauftragt worden zu sein, das Volk vertreten zu dürfen und Entscheidungen für und über das Volk zu treffen. Nun stellt sich die Frage wie weit darf die Wahlbeteiligung und die Anzahl gültiger Stimmen sinken um noch im Sinne des Systems legitimiert zu sein? Findige Geschäftemacher versuchen jetzt eine neue Technik zu verkaufen, die zwar die Kosten der Wahl in die Höhe schnellen lassen, dafür aber den Aufwand der Stimmabgabe auf ein Minimum reduziert. Die Stimme kann quasi so nebenbei auf einer heißen Studentenparty abgegeben werden. Der Wähler muss nicht mehr extra in ein Wahllokal kommen, wo er in einer nüchternen Atmosphäre seine Wahlentscheidung treffen kann. Obwohl sich alle einig sind, dass nur mit Zufriedenheit in die Arbeit der Politik die Wahlbeteiligung nachhaltig gestärkt werden kann, versuchen die Profiteure und Verfechter des eVoting die Mahner lächerlich und mundtot zu machen. Wenn Professoren der Technischen Universitäten warnen, so sind sie deshalb nicht gleich Technologieverweigerer".

    Labels: ,